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Klassische Homöopathie | 1
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Bei der Neuaufnahme eines Patienten macht der Homöopath eine ausführliche
Erstanamnese. Diese dauert in der Regel ein bis zwei Stunden. Durch diese
gründliche Fallaufnahme macht sich der Therapeut ein umfassendes
Bild von der Krankengeschichte und hält dabei alle für ihn wichtigen
Informationen schriftlich fest. Danach vergleicht er die Symptome und
Patientenaussagen mit vielen Arzneitmittelbildern in der Literatur und
schlägt oftmals in verschiedenen Büchern nach. Erst nach sorgfältiger
Prüfung wird er dem Patienten das passende und für ihn spezifische
homöopathische Mittel verordnen.
Dieses Mittel “stärkt” die Lebenskraft und bringt so
den natürlichen Heilungsprozess in Gang. Dadurch wird das Gleichgewicht
von Körper, Geist und Seele wieder hergestellt. Das homöopathische
Mittel wirkt nicht nur auf bestimmte Organe sondern es wirkt auf den ganzen
Menschen. Auch während des Heilungsprozesses steht der Patient in
regelmäßiger Verbindung mit seinem Therapeuten und berichtet
ihm über sein Befinden und gegebenenfalls über Veränderungen.
Diese Informationen sind für die weitere Behandlung sehr wichtig
und der Therapeut kann sich ein Bild über den Heilungsverlauf machen.
Durch eine klassisch homöopathische Behandlung wird der Mensch in
seiner Gesamtheit gestärkt und kann so von innen heraus gesunden.
Die Behandlung erfolgt ausschließlich durch substanzfreie Hochpotenzen,
laut Hahnemann “der geistartig gemachten Wirkung der Arznei.”
Die klassische Homöopathie basiert auf der “Reinen Lehre”,
wie sie Samuel Hahnemann vorgestellt hat. Seine Aufforderung war: ”Macht`s
nach, aber macht`s genau nach!”
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